Wohlfahrt trifft Politik

Der Paritätische im Gespräch mit Bernhard Daldrup

Warendorf, 02.09.2019: Der SPD-Bundestagsabgeordnete Bernhard Daldrup hat sich am 14.08.2019 mit Vertreterinnen der Warendorfer Geschäftsstelle des Paritätischen und der Selbsthilfe-Kontaktstelle getroffen.

Schwerpunkt des Austausches waren Themen aus der Selbsthilfe-Kontaktstelle, die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiert.

Beeindruckt zeigte sich Daldrup über die große Bandbreite der Selbsthilfe, die neben den „klassischen“ Gesundheitsthemen auch eine Vielzahl sozialer Themen vertritt. Von Hochbegabung über Einsamkeit und Trauer gibt es viele Lebensbereiche, in denen der Austausch mit gleich Betroffenen hilfreich ist.

Bernhard Daldrup erfuhr, dass gerade die sozialen Themen aktuell zunehmen. Im Gegensatz zu den Gruppen, die sich mit konkreten Krankheitsbildern beschäftigen, erhalten sie aber keine Förderung durch die Krankenkassen und müssen sich nach anderen Geldquellen für Raummiete etc. umschauen. Hierbei werden sie von der Kontaktstelle unterstützt.

Eine Fortsetzung des Austausches ist bereits geplant. Noch im laufenden Jahr wird ein weiterer Austausch anvisiert – diesmal mit dem Schwerpunkt der paritätischen Kreisgruppengeschäftsstelle und ihrer Mitgliedsorganisationen.

5 Frauen und ein Mann stehen vor einem Gebäude und schauen in die Kamera
v.l.n.r. Christiane Vollmer, Daniela Rehnen, Sabine Tenambergern (Selbsthilfe-Kontakstelle), Gabriele Kirsch (Eltern für Kinder e.V.) Bernhard Daldrup (MdB) und Julia Stegt (Geschäftsführerin Der Paritätische NRW Kreis Warendorf)

wir pflegen NRW e.V. wird Mitglied beim Paritätischen NRW Kreis Warendorf

Das Aufnahmeverfahren ist erfolgreich abgeschlossen

 

Münster/Warendorf, 07.08.2018. Nach mehrwöchigem Aufnahmeverfahren ist es geschafft: Julia Stegt, Geschäftsführerin des Paritätischen in Warendorf, überreicht Christian Pälmke, Eckehard Hauck (Vorstandsmitglieder von wir pflegen NRW e.V.) sowie Susanne Hallermann (Projektkoordinatorin bei wir pflegen NRW e.V.) die Aufnahmebestätigung des Paritätischen.

 

Selbsthilfepotentiale

 

Frau Stegt begrüßt das neue Mitglied erfreut: „Der Paritätische NRW freut sich sehr, wir pflegen NRW e.V. als Stimme der pflegenden Angehörigen in den eigenen Reihen begrüßen und unterstützen zu dürfen! wir pflegen NRW e.V. sorgt dafür, dass pflegende Angehörige mit ihren Bedürfnissen und Anliegen wahrgenommen werden. Das war bislang noch viel zu wenig der Fall, obwohl pflegende Angehörige die größten „Pflegeleister“ der Nation sind. Auch in Nordrhein-Westfalen würde die Pflege ohne Angehörige kollabieren. Dennoch haben sie bisher kein Recht in den Pflegegremien des Landes und der Kommunen vertreten zu sein. Der Landesverein wir pflegen NRW e.V. trägt als Selbsthilfeorganisation und Interessenvertretung die Anliegen der pflegenden Angehörigen in die Pflegegremien und an die Politik heran. Über eigene Selbsthilfegruppen und das dreijährige Projekt „Online-Selbsthilfe-Initiativen für pflegende Angehörige“, das vom Bundesgesundheitsministerium und der Techniker Krankenkasse in NRW gefördert wird, baut der Verein die Selbsthilfepotenziale in der Familienpflege innovativ aus.“

 

Gemeinsam von und für pflegende Angehörige

 

Herr Pälmke freut sich über die Mitgliedschaft im Paritätischen Dachverband: „Wir sind froh, mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband einen starken Partner an der Seite zu haben. Der Verband wird uns mit seinem Know-how dabei unterstützen, dass pflegende Angehörige endlich spürbar mehr Anerkennung und Mitbestimmungsmöglichkeiten in allen gesellschaftlichen und politischen Bereichen erhalten. Getreu unserem Leitspruch: Gemeinsam von und für pflegende Angehörige.“

 

Aufnahmeverfahren

 

Einer Aufnahme gehen immer mehrere Gespräche mit der potentiellen Mitgliedsorganisation und dem Paritätischen voraus. Zwar kann prinzipiell jede in der sozialen Arbeit tätige Organisation und Einrichtung Mitglied werden, wenn sie als mildtätig oder gemeinnützig anerkannt ist und keinem anderen Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege angehört. „Aber für die Mitgliedschaft sind die konkrete Arbeit der Organisation vor Ort und ihre Bereitschaft zu Austausch und Kooperation mit den anderen Mitgliedsorganisationen wichtig“, erläutert Julia Stegt. Daneben geht es auch um formale Fragen wie Gestaltung der Satzung, Regelungen zur Mitgliederversammlung oder den Vorstandswahlen, dem Vereinsvermögen etc.

 

 

2 Frauen und 2 Männer stehen in einem Gebäude vor einem Schild mit der Aufschrift wir pflegen
Der Verein "wir pflegen NRW e.V." wird Mitglied beim Paritätischen NRW Kreis Warendorf

Wechsel in der Kreisgruppe Warendorf

Elternzeitvertretung in der Kreisgruppe des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes NRW in Warendorf


Warendorf, 07.06.2018: „Jetzt beginnt für mich ein neues, spannendes Kapitel“, freut sich Lena Bringenberg, Kreisgruppengeschäftsführerin in der Dependance des Paritätischen Wohlfahrtsver-bandes NRW in Warendorf. „Aber die Arbeit wird mir schon fehlen – die Unterstützung und Begleitung der Mitgliedsorganisationen, die Zusammenarbeit mit der Selbsthilfe-Kontaktstelle, die politischen und öffentlichkeitswirksamen Aufgaben – das ist sehr spannend und abwechslungsreich“, ergänzt sie.

 

Vertretung

 

Lena Bringenberg, seit Sommer 2015 Geschäftsführerin in Warendorf, geht Mitte Mai in Elternzeit. Ihre Nachfolge tritt Julia Stegt an, die zudem die Paritätische Kreisgruppe in Gütersloh betreuen wird. Ab dem 01.06.2018 ist sie zuständig für beide Kreisgruppen mit insgesamt 78 Mitgliedsorganisationen. Die Sozialwissenschaftlerin (M.A.) und Diplom Oecotrophologin leitete zuletzt als Gleich-stellungsbeauftragte das Gleichstellungsbüro des Landkreises Grafschaft Bentheim. Davor war sie unter anderem als wissenschaftliche Mitarbeiterin in den Bereichen Sozialpolitik und Soziale Arbeit an der Universität Duisburg-Essen und der Fachhochschule Kiel tätig. „Ich freue mich darauf, die Interessen unserer Mitgliedsorganisationen in den beiden Kreisen zu vertreten, sie zu unterstützen und zu beraten und mit der Selbsthilfe-Kontaktstelle Kreis Warendorf zusammenzuarbeiten“, so Stegt. „Ganz besonders ist es für mich, die beiden Kreise wieder neu kennenzulernen“, freut sich die 41-jährige, die bis zu ihrem 14. Lebensjahr in Füchtorf – an der Grenze zwischen beiden Kreisen – aufgewachsen ist.

 

Team

 

Im Team der Selbsthilfe-Kontaktstelle bleibt mit Sabine Tenambergen und Christiane Vollmer alles „beim Alten“, ebenso mit Daniela Rehnen in der Sachbearbeitung. Auch die Angebote des Verbandes werden alle weitergeführt. „Jetzt geht es ans Vorstellen, Kennenlernen und als Team zusammenzufinden“, blickt Julia Stegt den neuen Aufgaben mit Vorfreude entgegen.

 

 

 

2 Frauen stehen in einem Gebäude vor einem Schild mit der Aufschrift der Paritätische NRW
Julia Stegt und Lena Bringenberg